Lebenslauf

Unermüdlich tätig im Krippenschaffen war Martin Lödermann, in Partenkirchen bekannt als „Moar Martl“. Aufgewachsen in der elterlichen Landwirtschaft schnitzte er schon als Bub viel und gern mit dem Taschenmesser herum und brachte da schon allerhand an „Mandlan“ und Figuren zustande. In den 50er Jahren wurde dann die Landwirtschaft aufgegeben und der Martl widmete sich ganz seiner Leidenschaft, dem Schnitzen. Hier gehörte seine besondere Liebe der Krippe. Auf seinem Heuboden richtete er eine Werkstatt ein und vervollkommnete dort als sog. „Spätberufener“ seine Schnitzkunst.

Seine Frau Anni, selbst eine begeisterte Kripplerin, stand ihm dabei immer mit Rat und Tat zur Seite. So hat er ein Leben lang nicht nur als Krippenbauer und Krippensammler gewirkt, sondern hat seine Erfahrung, sein Wissen und Können auch an andere weitergegeben. Schon bald nach der Gründung des Vereins der Werdenfelser Krippenfreunde leitete er mit Alfred von Schmuck die Krippenkurse, wurde 1981 Zweiter Vorstand und wirkte bis 1986 aktiv im Verein. Er hinterließ nach seinem Tod 1995 auf seiner „Dui“ (Heuboden) zwanzig seiner schönsten Krippen.

16 Krippen sowie eine Sammlung von Kleinkrippen aus aller Welt zeigen wir erstmals in der Benediktinerabtei Ettal.